
Bürgerinitiative Brücke Fraulautern
begrüßt Beschluss der Stadt gegen Brückenneubau
Fraulautern. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zum Neubau der Fraulauterner Brücke hat sich die
Stadt Saarlouis deutlich gegen die Pläne des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) aus-gesprochen.
Der für 2028 geplante Neubau der Brücke wird in der städtischen Stellungnahme, unterstützt von allen Stadtratsfraktionen,
klar abgelehnt.
Als wesentliche Begründung wird angeführt, dass mit dem Bau des Ostrings (Ostumgehung von Fraulautern) ab 2030,
dessen Trasse jetzt feststeht, eine wesentliche Verkehrsentlastung des Stadtteils erreicht wird und dadurch
der große Ersatzneubau der Brücke nicht mehr gebraucht wird. Stattdessen favorisiert die Stadt eine kleinere Lösung
mit einer verkehrsberuhigten Unterführung der Bahngleise als Verbindung des bislang zweigeteilten Stadtteils.
Die „Bürgerinitiative Brücke Fraulautern“ begrüßt die Stellungnahme der Stadt als sach- und fachgerechten Vorschlag,
der wegweisend ist für die Weiterentwicklung des Stadtteils mit einem verkehrsberuhigten, attraktiven Ortszentrum.
Die Sprecher der BI, Helen Blaschke und Klaus Kessler sagten dazu: „Wir kämpfen gemeinsam mit der Stadt
und den Stadtratsfraktionen für die Zukunft unseres Stadtteils, die jetzt durch eine eklatante Fehlentscheidung
der Landesregierung und des LfS nicht im wahrsten Sinne des Wortes verbaut werden darf.
Der schnellst mögliche Bau des Ostrings ist der entscheidende Faktor für die Neugestaltung des Ortszentrums von Fraulautern.
Wenn der Ostring gebaut ist, braucht man die Brücke, wie sie jetzt geplant ist, nicht mehr.
Das wäre eine sinnlose Verwendung von Steuergeldern. Hinzu kommt, dass Fraulautern im Rahmen des
Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ (ISEK) auch Landes- und Bundesmittel erhält zur baulichen
und sozialen Aufwertung des Quartiers, was bei der Planung des LfS wohl keine Berücksichtigung findet.
Ein riesiger Brückenneubau verhindert die Weiterentwicklung und Aufwertung unseres Stadtteils in Richtung
eines bürgerfreundlichen Ortszentrums. Wir erwarten vom zuständigen Ministerium und dem LfS eine
Zurückstellung der bisherigen Planungen für einen Brückenneubau und eine Neubewertung der Vorschläge
der Stadtverwaltung Saarlouis unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Verwendung von Steuermitteln
und langfristigen Entwicklungsperspektiven für Fraulautern. Wir erwarten weiter, dass die Entscheidungsträger
nicht gegen den Willen der Stadt Saarlouis, die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger, der Geschäftsleute und
Unternehmen sowie zahlreicher Vereine und Initiativen in Fraulautern eine Baumaßnahme durchsetzen,
die sich für Jahrzehnte negativ auf den Stadtteil auswirkt und dazu noch später als irreparable Fehlentscheidung
in die Geschichte Fraulauterns eingeht.“
Helen Blaschke/Klaus Kessler (01733762013)
