11.11.2015 19:47

Gebietsänderung: Neue Grenzen zwischen Saarlouis und Ensdorf

11.11.2015 - von: Sascha Schmidt, Pressestelle Kreisstadt Saarlouis

Foto: Sacha Schmidt

Quelle: Stadt Saarlouis, Stepmap

Seit letzter Woche gibt es offiziell eine neue Gemeindegrenze zwischen Saarlouis und Ensdorf. Nachdem der Saarlouiser Stadtrat und der Ensdorfer Gemeinderat bereits im Sommer den Weg für den Gebietstausch ebneten, unterzeichneten OB Roland Henz und sein Ensdorfer Amtskollege Hartwin Faust am Mittwoch die Verträge.

Foto: Zu neuen Gemeindegrenzen führte der Gebietstausch zwischen Saarlouis und Ensdorf, den OB Roland Henz und Bürgermeister Hartwin Faust mit Unterzeichnung der Verträge offiziell besiegelten. Zuvor hatten die Räte beider Kommunen die Grenzänderung beschlossen.

"Saarlouis und Ensdorf können jetzt das umsetzen, was für sie wichtig ist", sagte OB Roland Henz im historischen Fördermaschinengebäude auf der Tagesanlage des ehemaligen Bergwerks Duhamel. "Ensdorf und Saarlouis profitieren", bestätigte auch Hartwin Faust, Bürgermeister der Nachbargemeinde. Mit der offiziellen Unterzeichnung des Grenzänderungsvertrages besiegelten die Verwaltungschefs den neuen Grenzverlauf beider Gemeinden. Zentrale Projekte können nun jeweils eigenständig durchgeführt werden, was zu erheblichen Erleichterung in den Planungsprozessen führt: Die Umsetzung des Ostrings sowie die Folgenutzung des ehemaligen Bergwerkes Duhamel.

"Der Bebauungsplan kann jetzt von Ensdorf durchgeführt werden, die Stadt Saarlouis ist nicht mehr damit befasst", erklärte Faust mit Blick auf die Zukunft des ehemaligen Bergwerksgeländes. "Wenn wir es ernst meinen mit der Entwicklung ehemaliger Bergwerksflächen nach dem Ende des Bergbaus, müssen wir auch Sorge dafür tragen, dass die Infrastruktur stimmt", hob OB Roland Henz hervor. Mit der Grenzänderung werde das nun deutlich einfacher. "Wir freuen uns, dass dieses Gebiet belebt wird, das unmittelbar an Saarlouis angrenzt."

Auf Saarlouiser Seite wird durch die Grenzänderung die Umsetzung des Ostringes erleichtert. Größter Vorteil sind hier die vorgesehene Verkehrsentlastung und nachhaltige Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere für Fraulautern, aber auch für Ensdorf, Hülzweiler und Schwalbach. Zudem werde auch Duhamel von einem funktionstüchtigen Ostring profitieren, sagte Henz. Los geht es mit dem Kreisel zwischen Ostring, Provinzialstraße und Saarbrücker Straße. Weiterhin geplant ist eine Verbindung entlang des Stadtteils Fraulautern bis hin zur A8 sowie die Anbindung an die B 51neu. ?Das ist aber auch abhängig davon, wie wir gefördert werden?, erklärte OB Henz. "Alleine finanzieren können wir den Anschluss nicht."

Insgesamt wurden über 110.000 Quadratmeter Fläche getauscht ? rund 62.000 davon erhielt Saarlouis, ein Teil davon im Bereich der Saar, knapp 50.000 Quadratmeter gingen an Ensdorf. Damit wurden die alten Grenzen aus preußischer Zeit durch eine städtebaulich harmonische Grenze ersetzt und planungsrechtliche Überschneidungen durch die ehemaligen Gemarkungsgrenzen aufgehoben. OB Henz nannte die Kooperation beider Gemeinden ein besonderes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit, Bürgermeister Faust befand die Zusammenarbeit als hervorragend. Auch der RAG galt der Dank aus den Rathäusern "für gute Ideen und gute Zusammenarbeit."